Der Aufbau brauchte nur wenige Sekunden. In einem Zwanzig-gegen-eins-Datingsegment bat Creatorin Pinkchyu Drake zu bellen. Er hielt gerade lange genug inne, um die Bitte zu verstehen, und legte dann mit einer Begeisterung los, die einen kurzen Clip unausweichlich macht.

Der Moment verbreitete sich, weil er schon eine eigene Bildunterschrift mitbrachte. Seit Jahren stellen sich „Drake ist der Typ, der ...“-Witze den Rapper bei übertrieben spezifischen, theatralischen oder leicht cartoonhaften Dingen vor. Das Bellen auf Kommando musste nicht in diese Tradition hineingeschnitten werden. Es marschierte allein hinein.

Darum versuchten die stärksten Reaktionen nicht, die Szene zu erklären. Sie behandelten sie als Beweis, dass das alte Witzformat weniger Erfindung als Vorhersage war. Das Bellen wurde Reaktionssound, Pointe und Einladung zu einem weiteren Satz mit „Drake ist der Typ, der ...“.

Pinkchyus Rolle ist ebenso wichtig. Sie wirkt nicht überrascht, als die Bitte funktioniert; der Witz hängt von ihrer schlichten Frage und Drakes sofortiger Zustimmung ab. Ohne eine Seite wäre es nur ein weiterer unbeholfener Dating-Show-Moment. Zusammen entsteht Internettheater ohne Leerlauf.

Viele virale Promi-Momente brauchen einen cleveren Schnitt oder Untertitel ohne Kontext. Dieser hier braucht kaum Hilfe. Eine Bitte wurde ausgesprochen, ein Bellen geliefert, und das Internet erhielt genau den Drake-Clip, den es offenbar seit Jahren schrieb.